Dienstag, 08.02.2005

Pinguine bekehren?

Die schwulen Pinguine des Bremerhavener Zoos sollen "umgedreht" werden.

Die Situation im Bremerhavener Zoo scheint verfahren: nachdem die fünf Humboldtpinguin-Paare jahrelang ein vielversprechendes Balzverhalten gezeigt hatten, kam es bei drei Paaren nie zu Nachwuchs. Statt dessen fingen die Vögel an, Steine als Ersatzeier zu bebrüten. Der Grund dafür war schnell gefunden, denn drei der Paare bestanden nur aus Männchen. Von einem neuen Trick erhofft sich Zoo-Direktorin Heike Kück nun endlich mehr Nachwuchs bei dieser vom Aussterben bedrohten Pinguin-Art:

Mit Hilfe des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) werden die schwulen Pinguin-Männchen nun mit neuen Weibchen zusammengebracht, die nun die Männchen verführen sollen. Doch Beobachtungen von Tierexperten belegen, dass sich homosexuelle Paare in der Tierwelt selten trennen lassen und einander treu bleiben. Doch auch für diesen Fall ist vorgesorgt: "Damit die Damen nicht alle leer ausgehen", wurden auch zwei Pinguin-Männchen aus Schweden nach Bremerhaven gebracht.

Bereits in den 80er Jahren hatten die Pinguine des Bremerhavener Zoos für Schlagzeilen gesorgt, als der Publikumsliebling Kralli - ein "männlicher" Felsenpinguin - ein Ei legte und ausbrütete. Auch Krallis Untreue und ihre Vorliebe für deutlich jüngere Pinguin-Männchen sorgten immer wieder für Streit im Gehege.


web.de; Bilder: Photocase.de

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